Mittwoch, 16. Mai 2018

[Rezension] Jede Minute mit dir - Marie Force

 
Inhalt:
Der Cousin der Abbotts, Grayson Coleman möchte in Butler seine neue Kanzlei eröffnen. Er will weg von dem Stress der Großstadt und näher zu seiner Familie. Doch dann trifft er auf einer Familienfeier Emma Mulvaney und ihre reizende Tochter Simone, zu denen sofort eine Nähe entsteht. Es knistert und der Anwalt, der vorher keine eigene Familie gründen wollte, denkt nun anders. Doch ob er bereit ist, so viel Verantwortung zu übernehmen und das Problem zu lösen, dass Emma eigentlich in New York lebt, kann nur sein Herz ihm sagen.
 
Meine Meinung:
Mit "Jede Minute mit dir" wird nun der siebte Band der Lost in Love-Reihe veröffentlicht. Ich lese diese Reihe gerne, da Marie Force es geschafft hat, eine Stadt mit schöner Atmosphäre und tollen Charakteren zu erschaffen, die man auch in anderen Teilen der Reihe wiedertrifft. Ich liebe die Familie Abbott in ihrer chaotischen Herzlichkeit und mag auch die einzelnen Personen. Man verfolgt ihren Werdegang als Paar, wie sie eigene Familien gründen und mit Alltagsproblemen zurecht kommen. So haben auch hier verschiedene Familienmitglieder wieder kleine Gastauftritte neben dem Hauptpaar Emma und Grayson.
Diesmal geht es um einen Cousin der Abott-Kinder, der nach Butler zieht, um der Großstadt zu entgehen. Emma und Grayson finden schnell zueinander, sodass ihr Problem, sechs Stunden auseinander zu leben etwas in die Länge gezogen wird, damit es etwas mehr als 400 Seiten füllt. Gestört hat mich das nicht, allerdings gibt es da so manche Wiederholungen in den Köpfen und Aussagen der Protagonisten, die man hätte kürzer fassen, oder durch Neues ersetzen können.
Auch Grayson ist ein sympathischer Teil der Familie, geht sehr lieb mit Emmas Tochter Simone um und ist für so manche romantische Tat bereit, mir fehlt bei ihm jedoch ein bisschen mehr Farbe. Auch die Handlung hätte etwas erweitert werden können. Nichts desto trotz ließ sich das Buch wie gewohnt sehr schnell weglesen und natürlich erwartet man da keine geistigen Höhenflüge in einem Liebesroman, der der Entspannung dient. Besonders Spaß haben mir wie immer die Kapitel aus Sicht der Charaktere anderer Teile der Reihe gemacht, die hier traditionell auftauchen.
 
Fazit:
Süße Geschichte, die man durchaus Zwischendurch lesen kann, die aber mit dem ersten Teil der Reihe nicht mithalten kann.
 
 

Mittwoch, 9. Mai 2018

[Rezension] Schwestern für einen Sommer - Cecilia Lyra

 
Inhalt:
Seit einem tragischen Vorfall vor 14 Jahren haben sich die Halbschwestern Cassie und Julie kaum gesprochen. Dabei waren sie in den Sommern, die sie bei ihrer Großmutter am Strand verbracht haben, die größten Vertrauten. Anlässlich ihres Testaments müssen die Schwestern einen Sommer gemeinsam im Haus ihrer Nana in den Hamptons verbringen. Werden sie sich die schlimmsten Geheimnisse verzeihen oder die andere für immer verlieren? Und können sie den letzten Wunsch ihrer Großmutter erfüllen, die sich nichts sehnlicher wünschte, als dass die beiden ihren Zwist beilegen?
 
Meine Meinung:
Mit ca. 600 Seiten kommt dieser Sommer-Roman relativ dick daher. Da wundert es auch nicht, dass man vor allem in der Mitte manches hätte kürzen können.
Aber kommen wir erstmal zu den Basics: Das Buch erzählt die Geschichte aus den Perspektiven von Julie und Cassie, die unterschiedlicher nicht sein könnten, was durch die Perspektivwechsel deutlich wird. Cassie ist vermeintlich stark und selbstständig und hat sich schon als Kind vorgenommen, nie zu heiraten. Julie hingegen ist romantisch veranlagt, versucht es allen Recht zu machen und erfindet ihre eigenen Märchengeschichten. Dieser liebenswerte Spleen findet auch Platz in ihren Kapiteln, was ich sehr süß fand. Gestört haben mich aber ihre "Randnotizen, die sich immer wieder in Klammern im Fließtext wiederfinden. Dies hätte man nicht als Randnotiz erwähnen müssen, denn so störte es eigentlich nur beim Lesen.
Der Schreibstil ist nicht zu seicht, aber locker genug, um beim Lesen zu entspannen und die Geschichte einfach auf sich wirken lassen zu können, was gut zum Roman passt.
Der ständige Kleinkrieg zwischen dem Schwestern, dem man als Leser bewohnen muss, zehrt irgendwann an den Nerven, vor allem da die Annäherung sich lange dahinzieht. Als sie dann da ist, kommt sie fast schon zu plötzlich und zu einfach, macht das Klima aber wesentlich angenehmer.
Auch die Nebencharaktere werden nicht vernachlässigt, da sie durch die ständigen Rückblenden und Erzählungen der Protagonisten lebendig werden, auch wenn sie keine große Rolle im Roman spielen. Vor allem die Negativen dieser Sorte wirken nicht zu blass und können einen schon einmal auf die Palme bringen mit ihrem Verhalten.
Ich konnte nicht jede Sichtweise verstehen, wollte einzelne Charaktere manchmal durchschütteln und auch wenn Klischees vorhanden waren, hat mich das erstaunlicherweise doch nicht gestört, denn trotz dieser eher negativen Punkte, fesselt das Buch den Leser auf seine eigene Art. Trotz alledem hätten in der Mitte ca. Seiten weggelassen werden können, um es etwas knackiger zu machen.
 
Fazit:
Ein schöner Sommer-Roman über Familie, Liebe und eine tiefe Freundschaft zweier Schwestern. Konnte mich überzeugen!
 
 
 
 Achtung: Dieses Buch erscheint erst am 23.05.2018! Danke an den Fischer-Verlag für dieses Leseexemplar!

Freitag, 4. Mai 2018

[Rezension] Iron Flowers - Tracy Banghart

Inhalt:
Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit hin. Nomi, ihre Schwester, könnte gegensätzlicher nicht sein. Sie ist wild und rebellisch und hat, trotz Verbot für Frauen, das Lesen gelernt. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders als gedacht und die unzertrennlichen Schwestern werden auseinandergerissen. Beide erwartet ein unheilvolles Schicksal und doch wollen sie für ihre Rechte kämpfen. Für die jeweils andere Schwester. Für sich selbst. Und für alle Frauen.
 
 
Meine Meinung:
Ich kann mich mit meiner Rezension leider nicht den vielen positiven Stimmen anschließen.
Der Einstieg ins Buch wird sehr kurz abgehandelt, sodass es mir schwerfiel, in die Geschichte hineinzufinden. Serina ist zu Anfang sehr naiv und mir daher weniger sympathisch gewesen als ihre rebellische Schwester Nori, die viel mehr Feuer besitzt als gut für sie ist in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden. Die Charaktere außerhalb der beiden Protagonisten bieten zwar viel Potenzial, bleiben leider aber blass, was vielleicht auch am oberflächlichen Schreibstil liegen könnte. Die Geschichte hat mich trotz Gewalt, Schmerz und Leid kaum berühren können und das, obwohl für ein Jugendbuch doch eindrucksvolle Überlebenskämpfe á la Tribute von Panem ausgeführt werden.
 
Nomi ist ein interessanter Charakter, der zum Ende heraus leider wiederum blauäugiger wird. Ihre Schwester Serina mausert sich hingegen zu einer Rebellin, was mir wiederum gut gefallen hat. Der Tausch der Lebenswelten der beiden Schwestern und ihre charakterliche Unterschiedlichkeit bieten grundsätzlich spannenden Stoff, auch wenn dies für mich leider nicht genug ausgekostet wurde. Der gewisse Funke hat mir gefehlt, um meine Aufmerksamkeit während des Lesens beizubehalten.
Auch Teile vom Ende ließen sich vorhersagen, was das Lesevergnügen für mich geschmälert hat. Trotzdem hat es die Autorin mit einem großen Cliffhanger am Ende geschafft, dass ich den zweiten Teil der Reihe lesen möchte, der Potenzial für mehr Spannung bietet.
 
Fazit:
Ich kann den Hype um dieses Buch nicht ganz nachvollziehen, da mir einfach das Gewisse Etwas gefehlt hat.
 

Dienstag, 17. April 2018

Du bist meine ganze Welt! Spiralbuch von Herder

 
Der Spiralaufsteller ist ein tolles Geschenk für alle Verliebte, den Partner oder Frisch-Verheiratete. In schönen Pastelltönen gehalten, kann er gut als Deko und Zeichen der Liebe herhalten.
 
 
Mit witzigen, süßen und liebevollen Zitaten rund um die Liebe, die sich beidseitig auf 112 Seiten befinden, kann man so manchen Alltag oder auch besondere Anlässe versüßen.
 
 
Manche Seiten können die Paare selbst gestalten, andere sind schon vorgefertigt und mit Lieferung direkt bereit zum Aufstellen. Durch die Dicke hat man viel Abwechslung und kann die Liebesbotschaften von Tag zu Tag variieren, wenn man das will.
 

Egal, wie oft ich den Aufsteller schon durchgeblättert habe, mir fallen immer wieder neue Sprüche auf und ich muss dabei immer wieder schmunzeln, besonders aufgrund einiger charmant humorvoller Gestaltungen. Wer ein Geschenk sucht, um die Liebe etwas zu zelebrieren, liegt mit diesem Spiralaufsteller bestimmt nicht falsch! Und die 12€ dafür finde ich hier aufgrund der aufwendigen Gestaltung auch gerechtfertigt.


(Danke an den Herder-Verlag und Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar!)

Sonntag, 15. April 2018

All you need is love! Postkartenbuch von Herder

All you Need is love... Das dachte sich auch der Herder-Verlag und hat eine Hochzeits-Kollektion herausgebracht. Eine der Geschenkideen werde ich euch heute vorstellen.

Das Postkartenbuch "All you Need is love &" ist eine schöne Geschenkidee. Es beinhaltet insgesamt 10 Postkarten, die witzig, romantisch oder schön sind.









 
Eine Karte kann man selbst beschriften, die anderen sind in schönen Farben und Designs gehalten, die sich auch sehr gut als Deko eignen.
Wer, genau wie ich, auf Postkarten mit Sprüchen und coolen Designs steht, ist hier richtig. Natürlich eignen sich die Karten nicht nur als Ergänzung zum Hochzeitsgeschenk, sondern auch allgemein für einen lieben Gruß oder eine romantische Botschaft an den Partner. Nur der Preis von 12€ ist teuer, wem es das aber wert ist, auch mal etwas mehr auszugeben, könnte an dem Postkartenbuch von Herder Gefallen finden.
 
(Vielen Dank den Herder-Verlag und Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar!)

Freitag, 13. April 2018

[Rezension] Cold Princess - Vanessa Sangue


Inhalt:
Saphira de Angelis ist die Erbin einer der mächtigsten Mafia-Familien in Palermo. Sie ist das Oberhaupt, das keine Schwäche zeigen darf und für ihre Familie auch grausame Entscheidungen treffen muss. Und doch empfindet sie für Madox, ein Mitglied ihrer famiglia mehr, als sie eigentlich sollte. Als ihr Leben auf dem Spiel steht, muss sie sich in seine Obhut begeben und ahnt dabei nicht, welche Gefahr nicht nur für ihr Herz von ihm ausgeht.


Meine Meinung:
Bei diesem Buch ist meine Meinung wirklich zwiegespalten. Die erste Hälfte der Dark-Romance-Geschichte spielt sich im Anwesen der Protagonistin Saphira ab. Wir erleben sie in ihrem Mafia-Alltag und bei ihren täglichen Pflichten, wodurch der Mafia-Charakter jedoch eher verloren geht, als sich entwickelt, denn durch die Beschränkung auf diesen Ort könnte man meinen, man verfolgt eine besonders skrupellose Geschäftsfrau bei der Leitung ihrer Firma, nicht einen Mafiaboss. Es fehlen die Palermo-Vibes und die italienische Stimmung, die durch die Umgebung unterdrückt werden. Die Mafia-Geschäfte, die nun mal in Saphiras Zuständigkeit liegen, wurden manchmal etwas zu sehr in die Länge gezogen.
Der Perspektivwechsel zwischen Saphira und Madox hingegen hat mir gut gefallen, so erlebt der Leser beide Seiten und erfährt die Absichten des einen, bevor der andere sie erfassen kann. Dies macht die Geschichte spannender, sodass man ihre gerne folgen möchte. Auch, dass man dadurch einen Einblick in die düstere Seite beider Protagonisten bekommt, ist ein Vorteil.
Die zweite Hälfte des Buches nimmt merklich Fahrt auf, da sich die Handlung auf andre Orte verlegt und es Morde, Anschläge und Schießereien gibt, die ich mir von diesem Milieu auch erwartet hätte.
Auch wenn es gegen Ende hin spannend wird, hätte das Buch doch mehr Potenzial für eine Spannungsentwicklung gehabt, das durch eine zu frühe Aufdeckung des Schuldigen für den Leser jedoch verschenkt wurde. Dadurch wurden auch die Motive und somit das Ende vorhersehbar.
Trotz allen Kritikpunkten hat das Buch etwas, das mich dazu bekommen hat, den zweiten Teil unbedingt lesen zu wollen, der leider erst in einigen Monaten erscheint.

Fazit:
Ich habe schon fesselndere Dark Romance-Bücher gelesen, für eine Lektüre Zwischendurch ist dieses Buch aber gut geeignet. Vielleicht ist es auch ein guter Anfang für Neu-Einsteiger in dieses Genre.

Samstag, 7. April 2018

[Rezension] Unterwegs mit Bodie - Belinda Jones


Inhalt:
Bodie lebt im Tierheim, steht kurz vor der Todesspritze und ist sozusagen im letzten Akt angekommen. Nach einer weiteren Trennung von der großen Liebe ist auch Belinda am Ende. Sie trauert, hat Liebeskummer und bemitleidet sich selbst. Doch als sie sich aufrafft und auf Bodie trifft, nimmt das Leben der beiden eine Wendung. Ihr Leben nimmt sogleich Fahrt auf, denn die beiden sind wie füreinander geschaffen: Belinda liebt das Reisen und Bodie liebt das Autofahren. Also machen sie sich gemeinsam zu einem Roadtrip an der Westküste Amerikas auf, bei dem sie als Besitzer und Haustier zusammenwachsen.
 
Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit einer Übersicht über alle Kapitel und mit einer Karte der Reiseroute unsrer beider Protagonisten. Schon da merkt man, dass man sich bei der inneren Aufmachung viel Mühe gegeben hat. Abschnitte innerhalb der Kapitel werden durch kleine Hundepfoten getrennt und am Ende gibt es nicht nur die Sparte "Über die Autorin", sondern auch "Über den Hund", "Über den Blog" (den die Autorin über ihre Reisen mit Hund Bodie schreibt), sowie eine Liste mit Reisetipps für Hundehalter. Diese Aufmachung hat mir gut gefallen und gibt dem Buch noch süße kleine Details.
Die Geschichte von Bodie und ihr wird biographisch aus der Ich-Perspektive von Belinda Jones selbst erzählt. Dabei erzählt sie mit Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie, wie sie einen Hund als Gefährten adoptieren will, um ihre Trennung zu überstehen. Dabei ist die Autorin sehr ehrlich dem Leser gegenüber, gibt eigene Macken und auch schlechte Gefühle zu, denn es ist eben nicht immer alles nur eitel Sonnenschein. Dadurch wirkt das Buch sehr authentisch, denn auch Selbstzweifel verbirgt die Autorin nicht.
Überwiegend geht es um ihr Leben und den Roadtrip mit ihrem neuen Hund Bodie: Sie erleben gemeinsam Abenteue, treffen dabei andere Hundebesitzer und tauschen Geschichten aus, an denen sie den Leser teilhaben lässt. Natürlich führt Belinda, wie jeder verrückte Haustierbesitzer auch Gespräche mit Bodie und legt ihm im Buch Antworten in den Mund, sodass manchmal auch kleine Dialoge zwischen den beiden entstehen, was ich sehr süß fand.
Obwohl Bodie größten Teils im Vordergrund steht, gibt es auch kurze Momente, in denen Belinda ihre gescheiterte Beziehung aufarbeitet, um sich darüber klar zu werden, was sie zukünftig brauch und will. Dies nimmt allerdings nie Überhand, sodass man getrost davon ausgehen kann, dass die Geschichte immer wieder zum Fokus, also Bodie, zurückkehrt.
Das einzige, was ich zu beanstanden hätte, ist der Preis von 16 €, den ich für 312 Seiten doch etwas hoch finde.
 
Fazit:
Wer Hunde liebt und gerne Bücher über und mit Tieren liest, ist hier goldrichtig. Auch die 16€ sind dann eine Investition wert.