Mittwoch, 7. Februar 2018

[Rezension] Zwischen uns die Sehnsucht von Tijan


Inhalt:
Eigentlich ist Summer noch vor Beginn des Semesters angereist, um Zeit mit ihrem Stiefbruder Kevin zu verbringen, in den sie seit der Highschool verliebt ist. Sie will ihn überraschen, doch als sie das Haus seiner Verbindung betritt, erwischt sie ihn wild knutschend mit einer anderen. Sie stürmt raus und stößt dabei mit Caden zusammen: Bad Boy in jeder Faser seines Aussehens, von den Muskeln bis zu den Tattoos. Summer findet, er ist ein Arschloch, erst Recht, als er ihr sagt, dass Kevin es nicht wert ist, von ihr geliebt zu werden. Doch je öfter sie Caden über den Weg läuft, desto mehr ändert sich ihre Meinung über ihn. Und vielleicht ist es dann auch nicht mehr Kevin, für den sie schwärmt.

Meine Meinung:
Fangen wir mal mit den positiven Punkten an: Tijans Schreibstil hat mich positiv überzeugt, denn er ist trotz des Genres weder girlymäßig, noch zu teeniemäßig, ja im Gegensatz dazu regelrecht erwachsen, wodurch ich mich nicht nur durch mein Alter, sondern auch durch das der Protagonisten bestätigt fühlte. Das Setting ist ganz cool, wenn auch nichts, was man nicht schon aus anderen ähnlichen Romanen kennt und wie gewohnt ist dies ein lockerer Roman, den man einfach liest, um unterhalten zu werden.
Die einzelnen Charaktere waren mir jedoch zu blass: Summers Freundinnen, die sie auf dem College findet, sind nicht wirklich richtig sympathisch und auch wenn eine von ihnen, vermeintlich als enge Freundin bezeichnet wird, erschließt sich mir diese Bezeichnung nicht ganz. Sie wird nämlich nur nebenbei und eher pro forma mit einbezogen und wirkt dabei nicht wirklich als wichtiger Teil von Summers Leben. 
Kevin, für den die Protagonistin Gefühle hat, ist ein absolutes Arschloch, anders kann man das nicht ausdrücken. Ich wollte ihm während des gesamten Buches eine reinhauen, denn das hätte er wegen seines Verhaltens eindeutig mehrfach verdient.
Summer selbst zeigt da erst spät Rückgrat, es ist ein Hin und Her zwischen ihr und ihrem Stiefbruder, dessen negative Seiten ihr immer mehr zusetzen. Trotzdem hält sie zu ihm, auch wenn der Rest der Welt, inklusive dem Leser dies nicht versteht und bescherte mir somit so einiges Mal Aggressionen. Generell konnte ich eher keinen Draht zu Summer aufbauen, auch wenn sie mir nicht unsympathisch war. Ihre vermeintliche Verrücktheit war jedoch für mich nicht sehr witzig. Hinzu kommt noch, dass ich die Gefühle der Protagonistin oft nicht nachvollziehen konnte, nicht nur in Hinsicht auf Kevin (offensichtlich), sondern auch; weil sich viele Situationen und Handlungsstränge unterbrochen und nicht vollständig angefühlt haben. Hier hätte die Autorin so Manches etwas mehr ausschreiben müssen.
Zudem fand ich den originalen Klappentext irreführend, denn Caden ist in der ganzen Geschichte der erwachsenste und liebenswerteste Charakter, niemals ein Arschloch (Im Gegensatz zu manch anderem *hust*). Ich war von Anfang an ein Fan von ihm und hätte gerne schneller mehr über ihn erfahren. Aber dies verlagerte sich auf die letzten Seiten, was ich schade finde.
3/4 des Buches war die Handlung eher dahinplätschernd, nie langweilig, aber doch ist bis zum letzten Viertel nichts Außergewöhnliches passiert. Das Ende konnte mich, trotz Perspektivwechsel und mehr Handlung, dann aber auch nicht mehr umstimmen.
 
Fazit:
Die Geschichte hat ihr Potenzial nicht richtig ausgeschöpft. Nicht langweilig, habe aber schon wesentlich bessere New Adult-Romane gelesen.


Dienstag, 23. Januar 2018

[Rezension] Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie - Rachel Joyce


Inhalt:
Mister Frank hat einen kleinen Platten-Laden in der Unitystreet. Gemeinsam mit den benachbarten und befreundeten Ladenbesitzern bangt er in einer Zeit, in der CDs auf dem Vormarsch sind, genauso um seine Existenz, wie die der Vinylplatten. Doch Frank besitzt ein einzigartiges Talent: Er hört die Musik in anderen Menschen und weiß so, welche Musik sie brauchen, um glücklich zu sein.
Eines Tages fällt eine Frau vor seinem Schaufenster in Ohnmacht und zieht so seine Aufmerksamkeit auf sich. Doch egal, wie sehr er sich bemüht, er kann keine Musik bei ihr hören. Sie verströmt nur Stille...
 
Meine Meinung:
Rachel Joyce ist hier mal wieder ein Wohlfühlroman gelungen, der nicht nur Musikbegeisterte überzeugen kann.
Den größten Charakter des Buches macht zum Einen die Musik aus, zum Anderen die eingeschworene Gemeinschaft aus Ladenbesitzern, die Frank in seinem Leben begleiten. Immer wieder werden Stücke und Lieder vorgestellt, Bezug zu den Komponisten und Sängern genommen und Geschichten über ihre Entstehung weitergetragen. Wer selbst unmusikalisch ist, erfährt daher trotzdem die Liebe zur Musik durch diese leidenschaftlichen Textpassagen. Musiker wird das Ganze wohl genauso begeistern, wie mich dieser Teil der Geschichte begeistern konnte. Frank ist so interessiert, so versiert und so leidenschaftlich bei der Sache, dass er regelrecht Musik atmet und den Leser mit dieser Liebe ansteckt.
Der zweite Pluspunkt des Buches sind die warmen Charaktere, die zwar keine Hauptrolle spielen, aber doch ihr Potenzial als Nebencharaktere entfalten. Es sind die anderen Ladenbesitzer der Unitystreet, die sich gegenseitig helfen und immer füreinander da sind. Diese Gemeinschaft in Zeiten, in denen sie alle um ihre Lebensgrundlage bangen müssen, war schön zu verfolgen und so manche kleine Lebensgeschichte habe ich gerne über sie erfahren.
Rachel Joyce hat wie gewohnt einen schönen, fast schon märchenhaften Schreibstil, der nicht zu poetisch wird und einem doch das Gefühl gibt, etwas Bedeutsames zu lesen.
Insgesamt erleben wir die Charaktere weitestgehend in ihrem Alltag, es passiert also oft nichts wirklich Spannendes und doch habe ich mich an keiner Stelle gelangweilt. Man kann es einfach durchlesen und fühl sich dabei wohl, von sympathischen Charakteren umgeben. Da braucht es dann weder viel Action, noch ausgeklügelte Plot-Twists.
Als Kritikpunkt würde ich jedoch anbringen, dass manche Handlungsstränge klischeehaft erscheinen und der Einfallsreichtum dabei etwas auf der Strecke blieb, was mich persönlich jedoch nicht groß gestört hat.


Fazit:
Wohlfühlbuch mit einer ruhigen Geschichte über die Liebe zur Musik und wie sie das Leben verändert. Nicht aufgeregt, aber lesenswert ♥

 

Samstag, 23. Dezember 2017

[Rezension] Viel näher als zu nah - Angela Kirchner

 
 
Inhalt:
Nie hätte Lucas gedacht, dass sich sein Leben am Abend der Party so vollkommen verändern würde. Dabei wollte er niemals jemanden verletzen. Er hat nur nicht nachgedacht.
Fey ist mit ihrer Freundin unterwegs, um von der Party nach Hause zu kommen, doch ihr Auto gerät mitten in ein verbotenes Rennen zwischen zwei Motorrad-Fahrern. Der Unfall hat weitreichende Konsequenzen und Fey sollte Lucas mehr hassen, als jeden anderen Menschen. Und doch fühlen sich beide zueinander hingezogen, treffen immer wieder aufeinander. Kann aus solch einer unangenehmen Situation wirklich Liebe entwachsen?
 
Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover zieht so einige Blicke auf sich. Es ist pink-glänzende, eingeprägte Schrift auf einem Einband aus harter Pappe. Durch die daraus resultierende Bindung der Seiten, lässt sich das Buch super aufschlagen und unverkrampft lesen.
Im Fokus stehen Lucas und Fey, aus derer beiden Sichtweisen die Geschichte geschildert wird. Beide geraten gemeinsam in einen Unfall, der ihre Leben verändert. Durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin kann man als Leser selbst bei Panikattacken gut nachvollziehen, was die Charaktere durchmachen, selbst wenn man selbst nie in ihrer Lage war.
Die Charakter-Veränderungen, die durch die Situation herbeigerufen werden, wurden gut dargestellt, auch wenn man die Protagonisten manchmal schütteln wollte, denn Fey läuft ständig weg, sobald die Situation mit Lucas schwierig wird und Lucas hat in Feys Gegenwart oft keine Worte mehr und stottert vor sich hin. Würden sie einfach mal miteinander reden, wäre alles viel einfacher, aber dann wäre dies auch kein Jugendbuch und die Geschichte schnell vorbei ;).
Dadurch, dass die äußeren Geschichten stark zurückgeschraubt werden, um den Unfall und dessen Konsequenzen und die damit einhergehende Entwicklung vor allem in Lucas Charakter in den Fokus zu stellen, ist die Handlung an sich nicht viel. Da hätte ich mir vor allem bei den sympathischen Nebencharakteren mehr Einfluss gewünscht, denn diese hätten definitiv mehr Potenzial gehabt.
Trotz der etwas fehlenden Handlung ließ sich die Geschichte sehr gut lesen und auch wenn es um ein ernstes Thema geht, wird dieses nicht allzu düster dargestellt, was ich bei einem Jugendbuch gut gewählt finde. Die Autorin schafft es, das Thema beim Leser anzubringen, ohne es zu verharmlosen oder aber andererseits zu ernst für das Genre zu gestalten.
 
Fazit:
Tolles Cover, bildhafter Schreibstil mit einigen schönen Sätzen und süße Geschichte. Etwas mehr Handlung und es wäre perfekt.
 

Mittwoch, 22. November 2017

[Rezension] Mein Herz wird dich finden - Jessi Kirby


Inhalt:
Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall jung gestorben. Mias Herz ist gebrochen. Dafür hat ein anderer junger Mann durch seine Organspende eine neue Lebenschance erhalten.
Als Mia und Noah aufeinandertreffen, spüren sie eine innere Verbundenheit. Doch Mia verheimlicht ihm, dass sie die Freundin des Menschen war, der Noah sein Herz gespendet hat, denn Noah weigert sich, die Angehörigen des Organspenders kennen zu lernen. Mia fühlt sich zum ersten Mal wieder lebendig und nahezu glücklich, doch wie weit darf sie gehen, um das zu schützen? Wie viel darf sie verheimlichen und ist dies alles nicht ein einziger Verrat an ihrem ehemaligen Freund? Darf sie überhaupt wieder glücklich sein - ohne ihn?Meine Meinung:
Was als Inhaltsangabe etwas pathetisch klingt, ist als Jugendbuch wunderbar gelungen. Ich habe dieses Buch innerhalb von 1,5 Tagen durchgelesen und war begeistert.
Mia ist eine trauernde Jugendliche, die eigentlich ihr Leben noch vor sich hat, dieses aber seit dem Tod ihres Freundes auf Eis gelegt hat. Sie zieht sich solange zurück, bis sie auf Noah trifft, zu dem sie eigentlich keinen Kontakt aufnehmen darf. Noah ist jedoch so charismatisch, dass sie nicht anders kann, als ihn wiederzusehen. Und so ging es mir mit Noah auch: Obwohl er schon jung ein krankes Herz hat, viel Zeit im Krankenhaus und mit Angst verbracht hat, nutzt er seine neue Lebenschance voll aus. Er macht, was er liebt und ist jedem neuen Tag gegenüber so positiv eingestellt, dass man das nur bewundern kann. Er ist freundlich, einfühlsam und so voller Hoffnung. Seine Lebensart hat mir in Verbindung mit der Geschichte sehr gut gefallen.
Durch die relativ große Schrift und die Kapiteleinteilung, kann man das Buch rasend schnell durchlesen und irgendwann auch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist so schön was da passiert, das neue Hoffnung geschöpft wird und sich das Leben durch einen Anderen endlich wieder zum Positiven wendet und doch stimmt es den Leser etwas melancholisch, dass das auf Basis vom Tod eines geliebten Menschen stattfindet. Trotzdem war die Thematik nie beklemmend dargestellt, sodass sie einem zwar bewusst wurde, aber nicht düster aufs Gemüt geschlagen hat.
Hinzu kommt dann noch das sehenswerte Cover und schon haben wir ein Buch, das mich überzeugen konnte!Fazit:
Ein bezauberndes Jugendbuch, das im Herzen und im Kopf bleibt. Ich kann es nur empfehlen.
 
 

Samstag, 18. November 2017

[Rezension] Kleine Stadt der großen Träume - Fredrik Backman

Inhalt:
Björnstadt ist eine Eishockeystadt- so war das und so wird es immer bleiben. In dem kleinen Ort hinter dem Wald, kann sich keiner diesem Spiel entziehen, egal ob er es hasst, liebt oder beides gleichermaßen tut. Ein ganzer Ort fiebert nun mit seiner Junioren-Mannschaft mit, die im Halbfinale gegen eine der besten Mannschaften Schwedens stehen. Ale erhoffen sich durch einen Sieg Aufschwung für Björnstadt und jeder feiert die Mitglieder der Mannschaft, die sich selbst am stärksten fühlen. Doch dass bald ihrer aller Leben vollkommen auf den Kopf gestellt und das Spiel hinterfragt wird, ahnt noch niemand. Björnstadt wird den Atem anhalten...
 
Meine Meinung:
Die erste Hälfte des Buches konnte mich leider gar nicht in Spannung halten. Alles dreht sich um Eishockey und jede einzelne der zahlreichen Personen lässt ihr Leben auf die ein oder andere Weise von Eishockey bestimmen. Da ich kein großer Sportfan bin, konnte mich dies nicht sonderlich begeistern, auch wenn der Schreibstil von Backman einen  gewohnt gefangen nimmt. Der Autor schafft es, allein durch seine Worte so viel Atmosphäre und Stimmung in eine Geschichte zu legen, dass der Leser, egal bei welcher Thematik, nicht anders kann, als hineingesogen zu werden, selbst wenn es nicht spannend ist.
Seine Art zu erzählen erinnert mich bei diesem Buch von ihm an einen großen Flickenteppich, denn jeder Charakter, der vorkommt, möge er Protagonist oder Nebencharakter sein, erhält seinen Platz im Buch und schildert einzelne Stellen und seine Stellung gegenüber dem Eishockey aus der eigenen Sicht (auch wenn Backman aus der Er-/Sie-Perspektive schildert). All diese Eindrücke ergeben einen großen Teppich, der die Geschichte unterlegt.
Trotz diesem eindeutigen Talent von Backman, konnte mich der erste Teil wirklich nicht für sich einnehmen. Aus meiner Sicht hätte man Mehreres wegkürzen können, weil der Leser nach einiger Zeit sehr wohl begreift, wie wichtig dieser Sport ist und das sich alles nur darum dreht. Nach der ermüdenden ersten Hälfte ging jedoch die eindringliche Achterbahnfahrt der Gefühle los, der sich niemand entziehen kann. Erst hier hat mich das Buch gepackt und das Ende hat mich mit dem Rest des Buches so versöhnt, dass es einen Stern mehr bei der Bewertung ausmacht. Ich habe mitgefühlt und die düstere Stimmung der Geschichte hat nicht nur auf den Seiten, sondern auch in mir den Höhepunkt gefunden. Ich war wütend, angeekelt, traurig und enttäuscht und das in einem seltenen Ausmaß. Es gibt kein Happy End und doch hätte das Ende nicht passender sein können.
 
Fazit:
Einfühlsamer Autor, eine düstere Geschichte mit schwieriger Thematik und mit riesigem Sportanteil ergeben meinerseits gemischte Gefühle. Nichtsdestotrotz eine eindringliche Geschichte, die bestimmt großen Anklang findet.
 

Samstag, 4. November 2017

[Rezension] Da ist noch Luft nach oben - Stephan Porombka

Inhalt:
Der Zeit- Kolumnist Stephan Porombka setzt sich in diesem Buch mit einigen der meistbenutzten Phrasen im Alltag auseinander. Floskeln werden allgegenwärtig benutzt und meistens merken wir es noch nicht einmal. Wir kennen die eigentliche Bedeutung nicht, oder haben im Laufe der Zeit die Bedeutung des Satzes verlagert, sodass er nun ganz anders genutzt wird. Dieses Buch soll zeigen, wie man mit Floskeln spielen kann und zu welchen Gelegenheiten man diese effektiv nutzen könnte.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich mir vorgestellt, dass der Autor sich mit Alltagsphrasen auseinandersetzt, ihre Herkunft erklärt und witzig auf ihre Bedeutung eingeht. Wer dies auch erwartet, könnte von der tatsächlichen Umsetzung dann eher genauso enttäuscht sein.
Auf jeder Doppelseite wird eine Floskel thematisiert. Dies ist immer mit einem Bild aufgelockert, das ich mir manchmal sehr gerne anschaue und manchmal unästhetisch finde. Die Bilder sind gewollt so geschossen, dass sie aussehen, wie aus Porombkas eigener Sammlung, sie gleichen Schnappschüssen, nicht einem professionellen Shooting, was ich allerdings an sich schön finde. Mehrere Bilder haben mir gar nicht gefallen, was aber Geschmackssache bleibt.
Kommen wir zu dem Text: Leider geht Porombka nicht erklärend (oder zumindest ernsthaft) auf die Herkunft der Floskeln ein. Er beschreibt eher ironisch ihre Nutzung in der Gegenwart und bleibt immer auf humoristischer Basis, ohne wirkliche Fakten zu nennen. Leider hat mir daher etwas mehr Substanz gefehlt und ich kam mir vor, als hätte ich eine Kolumne in einer Zeitung gelesen, nicht ein zusammenhängendes Buch. Klar, vielleicht stellt dieser Duden-Band auch nicht den Anspruch, mehr zu sein, aber durch meine nicht erfüllten Erwartungen habe ich mir die ganze Zeit nur gewünscht, es wäre eine ausgewogene Mischung humoristisch aufbereiteter Hintergründe der Phrasen. Ich habe mich leider nicht besonders unterhalten gefühlt.

Für faktisch-Interessierte ist der Griff zu diesem Buch also nichts. Wer sich aber etwas unterhalten lassen möchte, und das in kleinen bebilderten Häppchen, könnte hiermit seinen Spaß haben.

Fazit:
Für mich war die Umsetzung leider nichts, aber andere könnten sich von der Art Porombkas gut unterhalten fühlen. Auf jeden Fall ein Häppchen zum Zwischendurch-Lesen.

 
Danke an Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 2. November 2017

[Rezension] Ewig: Wenn Liebe entflammt - Rhiannon Thomas



Inhalt:
Auroras Leben klingt wie ein Märchen: Nachdem sie durch einen Fluch in einen hundertjährigen Schlaf fiel, wird sie mit dem Kuss des Prinzen geweckt und als Heilsbringerin gefeiert. Doch der König unterdrückt sein Volk, mordet ohne Gnade und zeigt sich tyrannischer denn je. Um ihr Volk zu retten, sucht Aurora Zuflucht im von Drachen bedrohten Königreich des charmanten Prinz Finnegan, der mehr über ihre Macht zu wissen scheint, als Aurora selbst. Nun muss Aurora kämpfen: Gegen den uralten Fluch, für ihr Königreich und dafür, ihre immer stärker werdende Magie zu beherrschen.
 
Meine Meinung:
Schon den ersten Teil dieser Reihe habe ich mit nur zwei Sternen bewertet, weil es mir nicht gefallen hat. Dieser Zweite ist nun etwas besser gelungen:
Aurora ist, auch wenn schon sympathischer als im ersten Teil, immer noch eine launische Protagonistin, der ich so recht keine positiven Gefühle abgewinnen konnte. Sie wirkt selbst in emotionalen Situationen gefühlstechnisch nicht greifbar und konnte so keine Gefühle bei mir hervorrufen.
Der neue Ansatz dieser Interpretation, also das Aurora ihr Leben selbst in die Hand nimmt, nicht nur auf ihren Prinzen wartet und Vorgegebenes aus eigenem Willen nicht erfüllen möchte, gefällt mir an sich, allerdings schafft es die Autorin einfach nicht, mich zu fesseln oder gar eine für mich sympathische Protagonistin zu erschaffen, mit der ich mich identifizieren könnte.
Die Handlung des Buches ist selbst dann langweilig, als vermeintlich Neues passiert und der Leser eigentlich an den Seiten kleben sollte. Zudem habe ich das Gefühl, alles dreht sich im Kreis, Aurora wird durch Wiederholungen ihrer Gedanken bestimmt und dabei werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die offen bleiben und einen damit zusätzlich verwirren. Selbst am Ende, nach der Auflösung, erschließen sich mir die Hintergründe für den Fluch und Auroras Situation nicht ganz, denn die Erklärung dahinter wirkt nicht vollständig durchdacht.
Insgesamt fehlt ein Spannungsbogen und es werden kaum Emotionen transportiert und erst die letzten 100 Seiten haben einen Faden aufgebaut, dem ich zumindest etwas gespannt folgen konnte. Das war jedoch zu spät, verbessert meine Bewertung zwar etwas, bringt für mich diese Reihe aber leider nicht auf einen grünen Zweig.
 
Fazit:
Durch die letzten 100 Seiten besser als der erste Band. Diese konnten es aber nicht mehr herausreißen, sodass ich die Reihe generell nicht empfehle.